Filme, Serien und alles dazwischen

Was Männer aus Liebe tun...

Etwas verspätet und heute nur mit New Girl und The Mentalist die Reviews zur letzten Woche.

 

New Girl
Staffel 3, Episode 5

Es gibt ihn also doch, diesen Moment, in dem ich denke "Nick Miller, du kleines Arschloch!" Es war zwar ein kurzer und nachdem ich die Folge ein 2. und 3. Mal gesehen hatte änderte sich das auch etwas, aber es gab diesen Moment und ich möchte ihn nicht wieder haben.

Nick erbt von seinem Vater 8.000 Dollar. Jess und er haben sehr unterschiedliche Ansichten darüber, was er mit diesem Geld machen könnte. Er will es für Unsinn ausgeben und Jess rät ihm mit dem Geld seine Rechnungen und Schulden zu bezahlen.
Schmidt versucht während dessen ein besserer Mensch zu sein.

Nachdem Schmidt am Ende der letzten Folge verstanden hat, dass er ganz alleine Schuld an dem hat, was ihm mit Elizabeth und Cece passiert ist zweifelt er nun daran, dass er ein guter Mensch ist. Der Besuch bei seinem Rabbi endet damit, dass dieser ihm rät mehr für andere Menschen zu tun.
Diesen Rat Schmidt zu geben, der sogar selber anmerkt, dass er eher guckt, welchen Vorteil er aus anderen Menschen ziehen kann, wirkt erst mal komplett fehl am Platz. Dass er sich gleich beweisen darf ist natürlich klar und Schmidt wird zum Lebensretter. Da hätte es gerne etwas weniger sein können, aber na gut. An der Stelle finde ich sogar, dass er dafür schon etwas mehr Anerkennung seitens der anderen verdient hätte, nur macht ihn das am Ende des Tages nicht zwangsläufig zu einem guten Menschen.
Das merkt auch Schmidt, weil schlimme Dinge jedem passieren können und er deswegen auch schnell von dem Trip runter kommt unbedingt ein guter Mensch sein zu wollen. Zumal es auch egal ist, da er nicht aus seiner Haut kann und selbst mit seiner Tat nur einen Vorteil für sich heraus ziehen will. Dass er den Mann, den er gerettet hat nur besucht, damit der ihm sagt, dass er ein guter Mensch ist finde ich schon etwas schade.

"This is me. Take it or leave it. I'm not changing for anyone." 

Und nun zu Nick Miller.
Ich kann es verstehen, dass er seine Schulden bei seinen Freunden nicht bezahlen will, weil er es nicht kann, aber wenn er Geld hat und sich darüber aufregt, dass andere das haben wollen, was ihnen zusteht wird es einfach grenzwertig. Klar war es etwas taktlos von Winston das Geld haben zu wollen, das Nick von seinem Vater geerbt hat oder man hätte noch ein paar Tage warten können, aber grundsätzlich hat er einfach recht.
Gott sei Dank erkennt Nick, dass er im Moment kein guter Mensch ist und wirkt auch komplett überfordert. Er scheint wirklich ein Mensch zu sein, der zufrieden ist, wenn er wenig hat. Mit dem Geldsegen kann er überhaupt nicht umgehen und seine "philosophische" Rede übers Geld zeigt auch, dass es ihm schon wieder alles zuviel ist. Er fällt wieder zurück in alte Verhaltensweisen, die er vor seiner Beziehung mit Jess schon so oft an den Tag gelegt hat. Er besäuft sich und rennt davon.
Dass er eine Box voller Rechnungen hat passt auch perfekt zu Nick Miller. Auch das wieder ein Verdrängungsmechanismus.

Seine Holde verhält sich in der Folge auch nicht ganz richtig. Indem sie ohne zu fragen Nicks Geld für seine Schulden ausgibt ist eine Grenzüberschreitung, die auch in einer Beziehung nicht geht. Ihr Wunsch ihm zu helfen ist größer, als der Wille seine Wünsche zu akzeptieren. Diese Box ist seine Privatsache. Und da beide finanziell nicht voneinander abhängig sind ist das auch wirklich so. Auch sie ist bei Licht betrachtet auch kein guter Mensch in der Situation.

Dass das alles in einem riesen großen Krach endet war natürlich klar. Nick hat Angst, dass Jess ihn nicht so mag, wie er ist und ihn ändern will, während Jess nicht verstehen kann, warum er nicht einfach etwas mehr Verantwortung übernehmen kann oder will.
Inzwischen sollte Nick jedoch verstanden haben, dass Jess ihn so liebt, wie er ist, nur ihre Sorge einfach zu groß ist. Natürlich rechtfertigt das ihr Verhalten nicht.
Nicks Bemerkung, dass er sich für niemanden ändern wird und sie ihn so nehmen muss, wie er ist hat er selbst schon öfter widerlegt. Doch diese Ansage hat Jess wohl am Ende mehr getroffen, als seine Aktion ihre (hässliche) Handtaschensammlung aus dem Fenster zu werfen.
Der größte Witz am Ende ist ja, dass Jess Nicks Schulden bezahlt, da sie ihm einen Scheck über die Summe ausstellt, die sie ausgegeben hat.

"I realized something. I'd do anything for you, Jess."

Und trotzdem passen diese beiden so unterschiedlichen Menschen so wunderbar zusammen. Beide nehmen Dinge von dem jeweils anderen an und das wird auch in der letzten Szene der beiden sehr deutlich.
Jess wird in eine Bank gerufen, weil Nick versucht mit ihrem Scheck ein Konto zu eröffnen. Dort sagt er ihr das, was der Zuschauer eh schon weiß, er würde alles für sie tun.
Und da war er wieder, der unglaubliche süße Nick Miller Moment, den er in jeder Folge der 3. Staffel hat. Es gibt immer diesen einen Satz, bei dem ich einfach nur einen riesigen AWWWWWWWWWWWWW-Effekt habe. Jess ist seine Old Lady und diese beiden sind einfach ein starkes Paar. Und auch wenn ihre Beziehung manchmal unerwachsen wirken mag, doch Nick nimmt diese Sache sehr ernst und das beweist er immer wieder. In der ersten Folge hat er Jess gesagt, dass er sie nicht verlieren will und deswegen tut er auch alles dafür. Er muss sich auch für sie nicht ändern, sondern einfach nur ein bisschen erwachsener werden und keine Boxen mehr haben, die ihn im schlimmsten Fall noch in den Knast bringen können.
Aber auch Jess geht auf Nick zu. Wie sie anfängt über die 8 Dollar Bearbeitungsgebühr zu schimpfen ist wirklich wunderbar.
Unglaublich süß ist auch, wie Nick Jess schließlich aus dem Laden trägt.

Auch wenn diese Folge nicht 100% überzeugen kann und sie einfach an einigen Stellen ihre Schwachstellen hat, ist sie immer noch gut. Sie zeigt bei Schmidt deutlich, dass er nicht aus seiner Haut kann und auch bei Nick und Jess, was es bedeutet, wenn diese beiden Menschen zusammen sind. Winston hat wie leider so oft nicht viel zu tun und Cece taucht mal wieder überhaupt nicht auf.

 

 

The Mentalist
Staffel 6, Episode 3

Auf diese Folge habe ich sicher schon fast so lange gewartet, wie ich die Serie an sich schaue. Das sind zwar noch keine 5 Jahre, sondern gerade einmal 1 1/2, doch wenn man wartet, dann dauert immer alles lange.

Der Gast einer Hochzeit wird am Vorabend der Trauung tot aufgefunden und das Team versucht heraus zu finden, wer der Mörder war. Patrick Jane will dabei Sheriff McAllister näher auf den Zahn fühlen, während Grace und Rigsby einen großen Schritt in ihrer Beziehung wagen.

Der Fall an sich ist einer der schwächsten der ganze Serie. Da er jedoch für die Folge auch kaum eine Rolle spielt, sondern hier wirklich reines Mittel für die Zwecke der Darsteller ist macht das auch nicht soviel aus.
Jane und Lisbon sorgen für die komischen Momente, indem sie McAllister immer wieder in Situationen bringen wollen, die ihn als kranken Serienmörder entlarven. Dabei wirkt er so unschuldig, dass das schon mal seine Chancen erhöht am Ende wirklich Red John zu sein. Dass er Jane das Leben rettet hilft auch nicht wirklich ihn von der Liste zu streichen. Wenn er wirklich Red John ist, dann wird er ihn wohl selber erledigen wollen und nicht durch einen Unfall vom Dach fallen lassen.
Letztendlich glaube ich jedoch, dass McAllister nicht Red John sein wird. Dafür schreien andere im Moment doch viel lauter.

Der eigentliche Mittelpunkt dieser Folge ist jedoch eines meiner absoluten Lieblingspärchen. Nachdem es nach ihrer Wiedervereinigung doch eher ruhig um die beiden geworden ist geht man hier doch richtig in die Vollen und will mir hier wohl richtig was gutes tun.
Ich habe mir ewig eine Szene gewünscht, in der Grace, Rigsby und sein kleiner Sohn Benjamin zusammen zu sehen sind und sie sich mit dem kleinen Beschäftigt. Die Folge fängt genau damit an und es ist eine wirklich schöne Szene, die auch ganz klar die Marschroute für die Folge gibt.
Auch wenn es mich etwas wundert, dass es Grace ist, die heiraten möchte, während Rigsby zögert, da sie, was das angeht doch eher umgekehrt wirkten, passt es am Ende doch ganz gut. Grace hat sich für Rigsby entschieden und will endlich ihr Leben mit dem Mann verbringen, den sie schon seit Jahren liebt.
Der Antrag auf der Hochzeitsfeier ist wirklich sehr süß. Rigsby erzählt davon, wie er dachte, er hätte Grace verloren und wie glücklich er ist, dass er sie wieder hat.
Auch die Reaktion von Lisbon war wirklich schön.
Dass die beiden dann auch vom Fleck weg heiraten mag auf den ersten Blick schnell wirken, doch die beiden wissen was sie wollen und wissen einfach nur zu gut, wie schnell alles vorbei sein kann. Gerade jetzt, wo sie Red John so nah sind, wer weiß, was morgen ist. Sehr schön ist die Wahl der Trauzeugen mit Cho und Lisbon. Während der doch sehr privaten Zeremonie wird auch wieder deutlich, wie sehr sich Rigsby und Grace lieben und wie froh beide sind, dass sie endlich diesen Schritt gehen. Wer hätte in den ersten beiden Staffel gedacht, wie sehr Grace sich ihm gegenüber und ihrer Beziehung öffnen kann. Sie hat sich einfach verändert und weiß endlich, was sie will im Leben.
Schade ist nur, dass Patrick Jane eher Zaungast ist.

Ich habe irgendwie nur 2 Dinge, die mich so ein bisschen stören.
Dass es jetzt nicht mehr gegen CBI Regeln ist, dass Kollegen etwas miteinander haben wirkte dann doch etwas zu aufgesetzt. Klar war es notwendig, aber das hätte man vielleicht schon in einer anderen Folge machen sollen.
Und dass Grace in dem Kleid heiratet, dass sie schon bei Craig tragen wollte. Auch wenn es an sich gut begründet wurde, aber trotzdem. Ist irgendwie oll.

Aber nichts desto trotz habe ich am Ende der Folge wohl mindestens genauso gegrinst, wie Cho.

 



18.10.13 09:52

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