Filme, Serien und alles dazwischen

All the super Ladys...

Nach den Männern folgen nun die Damen. Also zumindest die, von denen ich glaube, dass sie zu den besten gehören, die man im TV zu sehen bekommt.
Die Wahl fiel hier sogar leichter, da es leider weniger gute Frauenrollen im Fernsehen gibt, als Männer. Und wenn man sich die momentane Fernsehlandschaft ansieht wird es wohl nicht besser werden. Was im Moment an Frauenfiguren zu finden ist, ist meist einfach nur traurig und nervig. Überspannte Weiber, die man eher hassen, als lieben kann.
Aber darum geht es hier ja nicht. Hier kommen die tollsten, besten, supersten, großartigsten und überhaupt Damen aus Serien der letzten 20 Jahre (1993-2013).

 

PLATZ 10

Sie ist böse, sie ist gemein, politisch unkorrekt und eigentlich ständig betrunken. Aber sie macht Spaß. Maryann Thorpe ist getrieben vom Rachegedanken an ihrem Exmann. Ihm das Leben schwer zu machen ist ihr Sauerstoff und sorgt für ungemein viel Spaß. Egal ob sie unnötig Geld auf seine Kosten ausgibt oder ihm den Pool zubetoniert, sobald Maryann zu einer ihrer Aktionen ansetzt kommt die Serie richtig in Schwung und gewinnt viel an Humor.
Als beste Freundin von Cybill ist sie zwar nur der Sidekick, aber was für einer. Maryann ist ein Scene stealer und drängt die eigentliche Hauptfigur immer in den Hintergrund. Ohne sie wäre die Serie lange nicht so lustig und schon gar nicht so böse.
Doch Maryann ist nicht einfach nur so eindimensional gestrickt. Sie ist auch eine tolle Freundin und liebende Mutter. Man hat ihr nicht oft schwache Momente gegeben, aber in denen überzeugt sie genauso, wie in allen anderen.
Gespielt wird Maryanne von der großartigen Christine Baranski, die mir immer wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubert, wenn ich sie woanders sehe, weil ich dann an Maryann denken muss.

PLATZ 9
Dana Scully war meine erste Serienheldin. Als skeptische Partnerin von Spooky Mulder und Wissenschaftlerin war sie The Voice of Reason in der Serie, war dabei aber nie nervig oder streberhaft. Anfangs noch getrieben von ihrer Aufgabe Mulder im Auge zu behalten werden die beiden schnell ein super Team. Im Verlauf der Serie muss Scully viele Schicksalsschläge hinnehmen, doch gibt sie nie auf. Und das macht aus ihr auch einen so tollen Charakter. Trotz allem kämpft sie für die Dinge, an die sie glaubt und für die Menschen, die sie liebt.
Auch wenn sie auf den ersten Blick unterkühlt wirkt ist Scully ein sehr warmer Mensch, mit einem tollen Humor. Sie ist kein Weibchen, die Mulder nach dem Mund plappert, sondern immer ihren eigenen Kopf hat.

PLATZ 8

The Girl who waited ist der wohl beste, weibliche Companion in Doctor Who in der Neuauflage und eigentlich für mich auch der ganzen Serie. Als sie ein kleines Mädchen war, war sie der erste Mensch, auf den der 11. Doctor gestoßen ist. Er wollte das verwaiste Mädchen eigentlich mitnehmen, doch die Tardis kam erst Jahre später wieder zurück, als Amy schon längst erwachsen war. Was der Doctor jetzt vorfindet ist eine junge Frau, die ihr Erlebnis in der Kindheit schwer geprägt hat und sogar beim Psychologen war, da ihr niemand geglaubt hatte. Schließlich landen keine Außerirdischen in blauen Telefonzellen in englischen Dörfern.
Auch wenn das beste an Amy sicher ihr Verlobter/Ehemann Rory ist, so ist auch Amy alleine toll. Sie ist abenteuerlustig und sehr furchtlos. Am Anfang wirkt sie immer etwas so, als wäre sie gefühlsmäßig eher distanziert und so ein bisschen fragt man sich, was sie mit Rory eigentlich will, doch je länger auch Rory mit ihr und dem Doctor unterwegs ist, umso mehr bröckelt auch Amys Panzer. Ihre Liebe zu Rory macht sie glaubwürdig, auch wenn sie ihre Gefühle immer etwas zu verstecken versucht.
Während der Zeit mit dem Doctor muss sie viele Schicksalsschläge hinnehmen, wie Rorys Tod (oder mehrere davon) oder den Verlust ihrer Tochter, doch sie verliert nie ihre Neugierde auch nie die Hoffnung.
Ihre größte Tat ist es, dass sie sich am Ende für ein Leben mit Rory entscheidet und gegen das Reisen mit den Doctor. Als sie glaubt, dass sie ihn erneut verloren hat geht sie zu ihm, auch wenn das bedeutet, dass sie den Doctor und auch ihre Tochter (inzwischen in Form von River Song) nie wieder sehen wird. Sie kann nicht ohne ihren Mann sein. Und damit wurde sie endgültig zu meinem Lieblingscompanion in weiblich.

PLATZ 7

Ich gebe zu, ich meine hier speziell die Abby aus den Staffeln 6 bis 9, da ich die danach etwas aus den Augen verloren habe und sie mich nicht dazu bekommen hat, dass ich ER wirklich komplett bis zum Ende verfolge, aber diese ist großartig.
Abby ist in dieser Liste wohl die düsterste Person. Geschuldet natürlich dem Format Dramaserie ist sie voll mit Problemen, die ernsthaft thematisiert und gezeigt werden. So ist sie Alkoholikerin, kommt aus einer kaputten Familie, mit einer psychisch kranken Mutter und ist zu dem geschieden. Meist wirkt sie sehr ernst und auch etwas maulig, doch kommen immer wieder die Momente durch, in denen sie sehr herzlich und fröhlich ist. Gerade diese Mischung macht sie für mich zu einem tollen Charakter. Ihre Figur erlebt viele Höhen und Tiefen, doch wird sie nie unsympathisch.
Besonders in ihrer Freundschaft (und später auch Beziehung) zu Carter  kommen viele tolle Facetten zum Vorschein, die Abby für mich so toll machen. Auch sie kämpft für das, was sie möchte, ist dabei aber nie naiv, sondern mitunter brutal ehrlich und realistisch.

PLATZ 6

Das Leben von Charlotte "Chuck" Charles beginnt erst so richtig mit ihrem Tod. Umgebracht auf einer Kreuzfahrt wegen ein paar goldenen Affen bekommt sie durch Ned eine zweite Chance. Doch niemand darf das wissen.
Vor ihrem Tod hinderten sie ihre Tanten daran ihr Leben zu genießen, jetzt ist es der Fakt, dass sie eigentlich Tod sein sollte. Ihre Tanten darf sie nie wieder sehen, den Mann, den sie liebt darf sie nie wieder berühren, ohne dass sie wieder sterben würde und wirklich weg kann sie auch nicht, da sie ja eigentlich nicht mehr am Leben sein dürfte. Doch hier kommt das tolle an Chuck zum Vorschein, ihr unerschütterlicher Optimismus lässt sie aus der Situation das beste machen. Ihre Abenteuer erlebt sie, indem sie mit Ned und Emerson auf Verbrecherjagd geht, sie und Ned schaffen es trotz allem immer wieder Wege zu finden, um sich nahe zu sein und dank Olive kann sie sich weiter um ihre Tanten kümmern.
Chuck ist sehr intelligent, hat ein großes Herz und einen hoch ausgeprägten Sinn Gerechtigkeit. Sie ist unglaublich liebenswert und manchmal auch etwas penetrant, wenn es darum geht ihren Dickkopf durchzusetzen. Doch alles, was sie tut, macht sie für die Menschen die sie liebt.

PLATZ 5

Der Geek in der Liste. Jess Day hat eine ganz große, ausgeprägte Meise. Aber diese macht sie auch gleichzeitig sehr sympathisch. Sie hat unglaublich viele Macken und auf den ersten Blick mag sie auch einfach nur nervig wirken, aber wenn man es ein paar Folgen schafft die Serie zu gucken, dann findet man einen einfach großartig süßen Charakter, denn eigentlich ist Jess mit all ihren Macken einfach nur Liebenswert. Sie singt gerne, liebt Filme und setzt sich in ihrem Job als Lehrerin für die Kinder ein, die es schwer haben. Mit ihrem großen Herzen schafft sie es schnell die Menschen und besonders ihre 3 Mitbewohner für sich zu gewinnen. 
Außerdem ist sie sehr emotional und versteckt ihre Gefühle nicht vor anderen.
Jess ist sehr penetrant, wenn es darum geht anderen ihre Meinung mitzuteilen, doch meint sie das nie böse, sondern will nur helfen. Als sie sieht, dass Nick in sein Unglück rennt, da er zurück zu seiner Ex geht, tut sie alles, um ihn daran zu hindern. 
In ihrer Freundschaft zu Nick kommt auch ihre verletzliche Seite immer wieder zum Vorschein. Bei ihm kann sie so sein, wie sie ist und dankt es ihm mit bedingungsloser Freundschaft. Und so wie Nick, wächst auch Jess an dieser Freundschaft.  
Wenn es um Männer geht hat sie oft Pech und so ist es auch nicht verwunderlich, dass auch sie lange braucht, bis sie sich ihre Gefühle gegenüber Nick eingestehen kann und letztendlich den Schritt wagt ihre Freundschaft auf eine neue Ebene zu bringen.

PLATZ 4

Claire ist das sprichwörtliche "Harte Schale, weicher Kern". Erzogen von ihrem Vater und großgeworden in einer Männerwelt ist sie nicht besonders weiblich. Dreckige Kleidung und abgebrochene Fingernägel sind ihr egal. Am wohlsten fühlt sie sich auf dem Rücken von Pferden und als Leiterin ihrer Farm Drovers zeigt sie der Männerwelt im australischen Outback immer wieder, dass man mit ihr zu rechnen hat.
Das tolle an Claire ist, dass sie so gar kein Weibchen ist. Ihr Dickkopf macht sie sympatisch und wie auch viele andere Damen in der Liste kämpft auch sie für das, was sie liebt. Männern gegenüber ist sie eher skeptisch. Als sie sich doch einem Mann öffnet geht das ganz kräftig nach hinten los und am Ende steht sie ohne Mann, aber mit Kind da. Die Geburt ihrer Tochter Charlotte macht aber auch Claire etwas weicher. Schließlich erkennt sie auch, dass Alex, ihr Freund schon aus Kindertagen, ihre große Liebe ist und die beiden werden ein Paar.
Ein Grund, warum sie wohl immer einen hohen Platz in dieser Liste haben wird ist wohl auch, dass es die erste und bisher auch einzige Serienfigur ist, die innerhalb der Serie meine liebste war und gestorben ist. Der Tod von Claire McLeod am Ende der 3. Staffel hat mich 2 Folgen lang Rotz und Wasser heulen lassen.

PLATZ 3

Als Frau in den 70ern hatte frau es nicht leicht, schon gar nicht, wenn man bei der Polizei gearbeitet hat, doch Annie scheint das nichts auszumachen. Sie versucht die Männer im Revier zu ignorieren, wenn sie sich über sie lustig machen oder ihr auch mal sexuell etwas zu nahe treten. Annie ist der wohl stärkste Charakter in der Serie, da einfach immer sie selbst bleibt und immer für das eintritt, was sie glaubt.
Auch wenn sehr schnell klar ist, dass Annie sich sehr zu Sam hingezogen fühlt, beeinträchtigt das nicht ihr handeln. Die Liebe lässt sie nicht dumm werden. So gerne sie Sam auch hat, doch folgt sie ihm nicht blind. Sie lässt sich auch erst 100% auf ihn ein, als er sich für sie und ihre Zeit/Welt entschieden hat.
Beruflich hat sie mitunter mehr Eier, als ihre männlichen Kollegen und so steigt sie auch im Laufe der Serie auf und wird ein festes Mitglied der Einheit.
Annie ist klug (Uniabschluss in Psychologie), lieb und ist einfach nur sympathisch. Eigentlich wirkt auch sie etwas so, als wäre sie in der falschen Zeit gefangen, doch sie beschwert sich nie, sondern macht aus dem, was sie vorfindet das beste. Zudem hat sie auch den Ehrgeiz anderen zu beweisen, dass sie mehr kann und ist, als nur die hübsche junge Frau.

PLATZ 2

Grace VanPelt ist der Charakter in der Liste, der die größte Wandlung durchgemacht hat. Am Anfang der Serie ist sie die neue im Team. Die junge, etwas naiv wirkende Grace, die an Geister und Hexen glaubt wandelt sich im Laufe der Zeit zu einer taffen jungen Frau, der man nicht mehr so leicht etwas vormachen kann. Sie wird härter und neigt mitunter zu Ausrastern. Dass ihr Verlobter sie benutzt hat und sie ihn erschießen musste hat Grace verändert, doch davon hat sie sich nicht unterkriegen lassen.
Sie ist sehr ehrgeizig und versucht sich immer wieder vor ihren Boss zu beweisen. Auch wenn sie auf den ersten Blick wie das typische Weibchen wirkt ist Grace alles andere als ein Modepüppchen. Das ist auch ein schöner Wiederspruch in der Figur. Für mich gehört Amanda Righetti zu den schönsten Frauen im Fernsehen, doch wird Grace eben nie darauf reduziert. Dass sie hübsch ist wird eher von Rigsby thematisiert, der hoffnungslos in sie verliebt ist, als von anderen.
In ihrer Liebe zu Rigsby versucht sie den Verstand über das Herz zu stellen, da sie eben nicht zusammen sein dürfen, doch gelingt ihr das nie so ganz und selbst als sie heiraten will wird deutlich, wem ihr Herz eigentlich gehört.
Natürlich ist meine Begeisterung für Grace auch Teil meiner Begeisterung für das Paar Rigsby/VanPelt, doch auch alleine macht Grace mir als Zuschauer Spaß.
Während der Schwangerschaftspause von Amanda Righetti war sie ein paar Folgen nicht zu sehen und dadurch war auch zu merken, wie seltsam es ohne sie ist. Grace ist zusammen mit Rigsby ein bisschen das Herz der Serie. Aber auch eine Art Ruhepol.

PLATZ 1

Lorelai Gilmore ist einfach großartig. Sie trägt ihr Herz auf der Zunge, hat ein großes Herz, ist unglaublich witzig, intelligent und hat ein größeres Wissen über Filme und Serien, als ich.
Den goldenen Löffel hat sie gegen Plastebesteck eingetauscht und lebt ihr Leben so, wie sie es für richtig hält. Sie lässt sich von niemandem sagen, wie sie zu leben hat. Doch dabei ist sie nicht egoistisch, sondern immer besorgt um ihre Lieben.
Es gibt 2 Menschen in ihrem Leben, für die sie alles tut. Ihre Tochter Rory und ihren Freund Luke. In Kombination mit letzterem gefällt sie mir auch am besten.
Ihre quirlige Art sorgt dafür, dass sie in Stars Hollow sehr beliebt ist. Und nicht nur bei ihren Nachbarn, auch den Männern verdreht sie Reihenweise den Kopf, doch letztendlich will sie nur einen. Auch wenn es lange dauert, bis sie sich ihre Gefühle für Luke eingesteht.
Dass sich Lorelai in der Popkultur unglaublich gut auskennt macht sie für mich noch viel sympathischer, als ohnehin schon.
Und auch wenn sie oft wie der pure Sonnenschein wirkt, so hat auch Lorelai ihre Momente, in denen sie schwach ist und in denen sie Hilfe braucht. Die Beziehung zu ihren Eltern ist nicht die beste und die daraus resultieren immer wieder Konflikte. Doch dass sie es alleine, ohne ihren Namen und ohne die Hilfe ihrer Eltern schaffen will macht sie nur noch mehr liebenswert.
Lorelai lebt ihr Leben und kämpft dafür. Dabei macht sie mir als Zuschauer Spaß und mit ihrer ganzen Art ist meine Nummer 1.

Auch hier seien noch die genannt, die es nicht in die Liste geschafft haben: Liz Lemon (30 Rock), Donna (That 70's Show), Teresa Lisbon (The Mentalist), Claire Fisher (Six Feet Under) und all die anderen, die ich auch sicher hier vergessen habe.

15.8.13 22:18

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