Filme, Serien und alles dazwischen

I believe you!

Heute erst mal nur die neue New Girl Folge. Der Rest folgt im Laufe der Woche. Dann kommen noch 2 Folgen The Mentalist und die 4 fehlenden Folgen Once Upon a Time.

 



New Girl
Staffel 3, Episode 7

Coach ist back und er hat ne Menge Ärger im Gepäck.
Nachdem er verlassen wurde erinnert sich Coach plötzlich an seine alten Freunde und will, sehr zum Missfallen von Jess, mit den Jungs den Abend in einem Stripclub verbringen. Nick ist hin und her gerissen und macht leider den Fehler mit Jess die Terminologien ihrer Beziehung zu diskutieren. Verletzt von seinem Verhalten will Jess es Nick heimzahlen und "flirtet" mit einem anderen Mann.

Das schlechte vorweg. Es gab 2 Dinge, bzw. 2 Personen, die mich in dieser Folge genervt haben. Das war zum einen Coach, mit seinem Mr. Cool gehabe und Artie, Jess' Anhang für den Abend. Wobei letzterer wirklich richtig zum kotzen war. Warum es im Vorfeld so viel Freude über beide gab werde ich sicher nie verstehen. Coach mag ja als Castmitglied der ersten Stunde noch zu verstehen sein, aber Artie, gespielt von Taye Diggs hat nicht mehr zu bieten, als eine tolle Stimme. Doch da ich bei jedem Satz immer dachte, er soll die Klappe halten brachte das auch nicht soviel.

Schade fand ich auch, dass Winston so in Konkurrenz mit Coach gesetzt wird. Natürlich macht es im Kontext der Serie Sinn, aber lustig ist das nur bedingt. Winston funktioniert in seinem Wahnsinn und seinem Pech, dass ihm immer irgendwie etwas doofes passiert in der Staffel ziemlich gut. Dass Coach jetzt direkt mit dem Finger drauf zeigt muss nicht sein. Aber ich bin wirklich gespannt, wie lange er noch mit Bunny Money einkaufen gehen muss.

Erstaunlicher Weise haben mir 2 Personen in der Folge gut gefallen, die sonst eher auf der negativen Seite zu finden sind, bzw. gar nicht der Rede wert sind.
Schmidt leidet unter seinem Auszug und macht Nick dafür verantwortlich. Während sein Gejammer in der ersten Hälfte nervt ist seine Geste am Ende der Folge wirklich toll. Genau wie Nick hat er eigentlich keine Lust auf den Stripclub, da er am nächsten morgen früh raus muss. Doch als er merkt, wie wichtig es Nick ist mit Jess zu reden, weil bei den beiden offensichtlich gerade etwas sehr schief zu laufen droht nimmt er Coach und Winston mit zu sich, damit Nick alleine mit seiner Freundin reden kann.
Auch Cece verhält sich in der ersten Hälfte der Folge nicht gerade sehr nett. Weil sie nach wie vor sauer auf Schmidt ist stiftet sie Jess dazu an Nick mit einem anderen Mann eifersüchtig zu machen. Doch als sie merkt, dass Jess offenbar langsam zu weit geht versucht sie ihre Freundin davon abzubringen, etwas dummes zu machen.
Sie kommentiert auch zum ersten Mal die Beziehung von Nick und Jess und man erkennt deutlich, dass sich Cece für ihre Freundin freut und auch sieht, dass da etwas ganz besonders passiert.

 "Jess is amazing. She is sexy and sweet. And I can't lose her. So I'm going home to see her."

In der Geschichte von Jess und Nick passiert etwas ganz großes. Was damit beginnt, dass Nick sich durch sein unüberlegtes Gequassel immer weiter rein reitet und Jess am Ende stinksauer ist, endet großartig.
Um vor Coach cool zu wirken spielt Nick den Macho, was zu lasten seiner Beziehung geht. Jess ist unwohl, weil Nick mit in den Stripclub will, doch anstatt auf seine Freundin einzugehen fängt er an darüber zu diskutieren, dass sie ja noch nie darüber gesprochen haben, dass sie Boyfriend und Girlfriend sind und sich nicht mit anderen treffen. Das gute ist, dass Nick sofort merkt, dass er großen Mist gemacht hat, doch Jess ist erst mal sauer.
Während Nick den Abend nicht genießen kann und nur nach Hause will, überlegt Jess, wie sie es Nick heimzahlen kann. Dabei ist sie eigentlich ziemlich süß, weil sie überhaupt nicht auf die Idee kommt wirklich etwas zu tun, das ihre Beziehung zu Nick wirklich gefährden kann. Und während sie sich den halben darüber beschwert, wie unreif Nick ist, ist dieser dabei den anderen zu erklären, dass es Zeit wird erwachsen zu werden und er in seiner Beziehung sehr glücklich ist.

"I'm gonna need you to get out of my girlfriends' bed, man."

Als Artie sich völlig ungefragt nackt in Jess' Bett legt und die versucht ihn los zu werden passiert natürlich das, was passieren muss: Nick kommt nach Hause und ist geschockt.
In vielen anderen Serien wäre das sicher der Punkt, an dem es einen riesen Ärger gibt und die Beziehung auf der Kippe steht, doch hier ganz anders. Jess sagt Nick, dass nichts passiert ist und auch nichts passiert wäre und er ihr das einfach glauben muss. Einen Moment hatte ich wirklich Angst, was Nick sagen wird, doch er reagiert total entspannt auf ihre Erklärung und sagt ihr, dass er ihr glaubt.
Was hier passiert ist erzähltechnisch wirklich großartig. Nick ist sich seiner Beziehung mit Jess so sicher, dass er ihr glaubt. Er hat keinen Zweifel, dass sie die Wahrheit sagt. Wie er vor ein paar Folgen schon gesagt hat, ihre Beziehung ist so stark, dass sie schwer etwas auseinander bringen kann. Auch kein nackter Mann in ihrem Bett. Ich hoffe wirklich, dass die Autoren an dem fest halten, was sie hier aufbauen. Eine Beziehung, in der beide um die Schwächen des anderen wissen, aber in der sie sich trotzdem lieben und denen nichts wirklich etwas anhaben kann.
Und er erfüllt ihr auch gleich ihren Wunsch. Nick ist mit Artie noch nicht fertig und fordert ihn auf das Bett seiner Freundin zu verlassen, was Jess einfach nur glücklich macht.
Dass Nick Artie dann eines auf seine arroganten Deckel gibt fand ich zusätzlich noch sehr schön. Klar, Gewalt ist keine Lösung, aber hier wirkt es einfach nur sehr schön und macht deutlich, dass Nick Jess nicht hergibt und jeder, der versucht zwischen sie zu kommen, hat ein Problem.
Wunderschön die Szene am Fahrstuhl. Der Kuss war ganz großes Kino. Ich kann mich spontan an kein Serienpaar erinnern, dass so groß in kleinen Gesten und Handlungen ist. Die beiden verhalten sich als Paar total natürlich und dementsprechend sind auch ihre Gesten. Wie Nick Jess am Ende hochhebt ist einfach nur AWWWWWWW.

Generell muss ich mal wieder das Spiel von Jake Johnson loben. Ich finde es immer wieder großartig, wie er mit vollem Körpereinsatz spielt und einfach nur authentisch wirkt. Und sein Zusammenspiel mit Zooey Deschanel ist einfach nur ganz großes Kino.

Von mir bekommt die Folge volle Punktzahl.

7.11.13 10:50, kommentieren

...und raus bist du!

New Girl
Staffel 3, Episode 6

Halloween in Apartment 4D...

Jess macht sich sorgen um Schmidt, der immer mehr in seinem Schmerz wegen Cece und Elizabeth versinkt. Von Nick und Winston erfährt sie, dass er seit seiner Kindheit Briefe bekommt, die angeblich von Michael Keaton kommen, doch in Wahrheit Nick und Schmidts Mutter geschrieben haben. Diese Briefe haben ihm immer geholfen, wenn es ihm schlecht ging, also schreibt auch Jess gefälschte Nachrichten.

Die Folge ist die erste in der Staffel, dich sich nicht vordergründig um die Beziehung von Nick und Jess dreht und sie hat mir trotzdem viel Spaß gemacht. Die Autoren beschränken sich auf eine Sache, die in der Serie bisher immer sehr gut funktioniert hat - die Freundschaft der 5 Hauptcharaktere.

Schmidts Verhalten wird immer seltsamer und ekliger. Nur um Jess zu Ärgern will er zu ihrer Halloweenparty kommen, obwohl er nur schlechte Stimmung bringen würde.
Dass er mit 30 immer noch glaubt, dass er Briefe von Michael Keaton bekommen ist wohl auch der größte Kritikpunkt an der Folge. Das muss man als Zuschauer dann einfach kaufen, ansonsten hat man an der Folge keinen Spaß.
Das Problem hier ist auch einfach, dass die Figur es so gar nicht schafft in ihrem Kummer und der Verzweiflung charmant zu wirken. Zumal ich auch immer denke, dass er selbst Schuld hat.
Sein Auszug am Ende der Folge erscheint doch völlig irrational. Diese Briefe wurden das erste Mal erwähnt und können von daher keinen so großen Einfluss auf ihn in den letzten Jahren gehabt haben, dass er jetzt ausziehen muss. Zumal es auch albern ist, dass er den Schritt nur so halb macht und über den Flur zieht. Aber gut, mal sehen, wie lange er da wohnen wird.
Der einzig schöne Moment war, als Schmidt das erste Mal wieder auf Cece getroffen ist. In den Momenten, in denen er mal echte Gefühle zeigen darf wirkt er nicht mehr wie der ganz große Arsch.

Winston und Cece sind mal wieder eher Statisten, wobei er noch besser in die Story involviert ist, als Cece. Die ist nur Mittel zum Zweck Schmidt von der Party fern halten zu wollen. Ansonsten hatte sie nur 3 kleinen Szenen, die aber immerhin mal wieder die Freundschaft zwischen ihr und Jess gezeigt haben. Das kam in dieser Staffel bisher wirklich zu kurz.
Winston ist auch nur schmückendes Beiwerk, da die Sache mit den Briefen eher von Nick und Jess gesteuert wird.
Schade auch, dass er sich nicht als Katze verkleidet hat.

Und auch wenn es nicht die Folge der beiden war, so gab es doch ganz kleine Momente, die mein Shipperherz erfreut haben.
Schön, dass die beiden nicht mit einer völlig rosaroten Brille bestraft sind und den Quark, den der andere macht noch klar erkennen.
Wirklich schade ist es, dass es in der Folge nicht wieder diesen einen Moment gab, in dem Nick diesen einen Satz zu Jess sagen durfte und man ihn nur knutschen will. 
Aber ich weiß trotzdem immer mehr, warum ich ihn für einen so tollen Charakter halte. Er hat 12 Jahre lang versucht seinem Freund zu helfen, wenn es ihm schlecht ging und dafür keinen Dank erwartet, da er es anonym getan hat. Erstaunlich zwar, dass er es für sich behalten konnte, doch scheint er es die ganze Zeit mit sehr viel Feingefühl und Herz gemacht zu haben, da Schmidt die Briefe viel bedeuten.  

Neben dem ganzen Plot um Schmidt läuft die Hälfte der Folge im Loft eine Party, um die sich niemand zu kümmern scheint. Ist auch eh egal wer die Leute sind. Für die 5 spielt kaum jemand anderes eine Rolle und wenn man diese schöne Folge gesehen hat, dann merkt man auch wieder, warum das so ist.

 



 

 


The Mentalist
Staffel 6, Episode 4

The Honeymoon is over...

Das Team muss eine Reihe von Männern beschützen, die dank Patrick Jane fälschlicher Weise für potenzielle Red Johns gehalten werden. Der kommt der wahren Identität immer näher.

Diese Folge zeigt sehr deutlich, was mir an der Serie im Moment so leicht Bauchweh bereitet.

Zum einen nervt es mich irgendwie, dass FBI, CBI und Homeland Security sich so sehr für Patrick Jane interessieren, als wäre er Osama Bin Laden persönlich. Mag ja ein netter Gedanke sein, dass sie annehmen, er könnte selbst Red John sein, doch frage ich mich echt, ob die keine anderen Sorgen haben.
Dann dass das alles zu einer riesigen Verschwörung aufgeblasen wird. Auch wenn das in früheren Folgen schon angedeutet wurde, aber im Moment habe ich eher das Gefühl, dass jeder 2. Mitglied im Red John-Club ist. Das ist wirklich nervig. Wenn Red John endlich gefasst ist bricht das halbe Polizeiwesen von Californien zusammen, weil alle fürchten müssen mit ihm in Verbindung gebracht zu werden. Klar ist er mächtig und hat seine Finger überall drin, aber langsam wird es wirklich albern.
Alle Verdächtigen scheiden offenbar nur über Mord aus. Gut, der gute Kirkland war schon runter, bevor er ermordet wurde, aber das ändert an seinem Ende nichts.
Auch dass er, auch wenn er schon immer gruselig war, zum Ende hin auch noch wahnsinnig wurde ist echt schade. Seine Geschichte so aufzulösen, dass er auch ein Angehöriger eines Opfers von red John ist, ist an sich ja ganz nett, aber warum er in seinem Rachewahn in der letzten Staffel den einen Menschen umgebracht hat, der Red John identifizieren könnte macht dadurch wenig Sinn.
Auch diesmal gibt es keinen wirklichen Fall. Wer der Mörder ist weiß man sehr schnell und das Team bekommt eine Beschäftigungstherapie, damit es eine Berechtigung hat in der Folge dabei zu sein. Irgendwie vermisse ich den alten Rhythmus der Folgen, der im Moment völlig außer Kraft gesetzt wird.

Bruno Heller hatte Recht mit seiner Ankündigung, dass die Serie anders sein wird, ich weiß nur noch nicht, ob mir das so gut gefällt. Unterhalten hat mich die Folge aber trotzdem. Doch hätte ich wirklich lieber wieder so die alten Abläufe.

Und noch eine Sache zum Meckern. Auch wenn ich mich über jede Szene mit Grace und Rigsby freue und die beiden in der Folge einfach nur schön waren, frage ich mich ernsthaft, ob die beiden nicht was sinnvolleres an Story bekommen können, als seine Angst, dass sie nicht mehr mit ihm ins Bett will. Hoffentlich kommen da eher Sachen mit etwas mehr Substanz.

 



24.10.13 09:48, kommentieren

Was Männer aus Liebe tun...

Etwas verspätet und heute nur mit New Girl und The Mentalist die Reviews zur letzten Woche.

 

New Girl
Staffel 3, Episode 5

Es gibt ihn also doch, diesen Moment, in dem ich denke "Nick Miller, du kleines Arschloch!" Es war zwar ein kurzer und nachdem ich die Folge ein 2. und 3. Mal gesehen hatte änderte sich das auch etwas, aber es gab diesen Moment und ich möchte ihn nicht wieder haben.

Nick erbt von seinem Vater 8.000 Dollar. Jess und er haben sehr unterschiedliche Ansichten darüber, was er mit diesem Geld machen könnte. Er will es für Unsinn ausgeben und Jess rät ihm mit dem Geld seine Rechnungen und Schulden zu bezahlen.
Schmidt versucht während dessen ein besserer Mensch zu sein.

Nachdem Schmidt am Ende der letzten Folge verstanden hat, dass er ganz alleine Schuld an dem hat, was ihm mit Elizabeth und Cece passiert ist zweifelt er nun daran, dass er ein guter Mensch ist. Der Besuch bei seinem Rabbi endet damit, dass dieser ihm rät mehr für andere Menschen zu tun.
Diesen Rat Schmidt zu geben, der sogar selber anmerkt, dass er eher guckt, welchen Vorteil er aus anderen Menschen ziehen kann, wirkt erst mal komplett fehl am Platz. Dass er sich gleich beweisen darf ist natürlich klar und Schmidt wird zum Lebensretter. Da hätte es gerne etwas weniger sein können, aber na gut. An der Stelle finde ich sogar, dass er dafür schon etwas mehr Anerkennung seitens der anderen verdient hätte, nur macht ihn das am Ende des Tages nicht zwangsläufig zu einem guten Menschen.
Das merkt auch Schmidt, weil schlimme Dinge jedem passieren können und er deswegen auch schnell von dem Trip runter kommt unbedingt ein guter Mensch sein zu wollen. Zumal es auch egal ist, da er nicht aus seiner Haut kann und selbst mit seiner Tat nur einen Vorteil für sich heraus ziehen will. Dass er den Mann, den er gerettet hat nur besucht, damit der ihm sagt, dass er ein guter Mensch ist finde ich schon etwas schade.

"This is me. Take it or leave it. I'm not changing for anyone." 

Und nun zu Nick Miller.
Ich kann es verstehen, dass er seine Schulden bei seinen Freunden nicht bezahlen will, weil er es nicht kann, aber wenn er Geld hat und sich darüber aufregt, dass andere das haben wollen, was ihnen zusteht wird es einfach grenzwertig. Klar war es etwas taktlos von Winston das Geld haben zu wollen, das Nick von seinem Vater geerbt hat oder man hätte noch ein paar Tage warten können, aber grundsätzlich hat er einfach recht.
Gott sei Dank erkennt Nick, dass er im Moment kein guter Mensch ist und wirkt auch komplett überfordert. Er scheint wirklich ein Mensch zu sein, der zufrieden ist, wenn er wenig hat. Mit dem Geldsegen kann er überhaupt nicht umgehen und seine "philosophische" Rede übers Geld zeigt auch, dass es ihm schon wieder alles zuviel ist. Er fällt wieder zurück in alte Verhaltensweisen, die er vor seiner Beziehung mit Jess schon so oft an den Tag gelegt hat. Er besäuft sich und rennt davon.
Dass er eine Box voller Rechnungen hat passt auch perfekt zu Nick Miller. Auch das wieder ein Verdrängungsmechanismus.

Seine Holde verhält sich in der Folge auch nicht ganz richtig. Indem sie ohne zu fragen Nicks Geld für seine Schulden ausgibt ist eine Grenzüberschreitung, die auch in einer Beziehung nicht geht. Ihr Wunsch ihm zu helfen ist größer, als der Wille seine Wünsche zu akzeptieren. Diese Box ist seine Privatsache. Und da beide finanziell nicht voneinander abhängig sind ist das auch wirklich so. Auch sie ist bei Licht betrachtet auch kein guter Mensch in der Situation.

Dass das alles in einem riesen großen Krach endet war natürlich klar. Nick hat Angst, dass Jess ihn nicht so mag, wie er ist und ihn ändern will, während Jess nicht verstehen kann, warum er nicht einfach etwas mehr Verantwortung übernehmen kann oder will.
Inzwischen sollte Nick jedoch verstanden haben, dass Jess ihn so liebt, wie er ist, nur ihre Sorge einfach zu groß ist. Natürlich rechtfertigt das ihr Verhalten nicht.
Nicks Bemerkung, dass er sich für niemanden ändern wird und sie ihn so nehmen muss, wie er ist hat er selbst schon öfter widerlegt. Doch diese Ansage hat Jess wohl am Ende mehr getroffen, als seine Aktion ihre (hässliche) Handtaschensammlung aus dem Fenster zu werfen.
Der größte Witz am Ende ist ja, dass Jess Nicks Schulden bezahlt, da sie ihm einen Scheck über die Summe ausstellt, die sie ausgegeben hat.

"I realized something. I'd do anything for you, Jess."

Und trotzdem passen diese beiden so unterschiedlichen Menschen so wunderbar zusammen. Beide nehmen Dinge von dem jeweils anderen an und das wird auch in der letzten Szene der beiden sehr deutlich.
Jess wird in eine Bank gerufen, weil Nick versucht mit ihrem Scheck ein Konto zu eröffnen. Dort sagt er ihr das, was der Zuschauer eh schon weiß, er würde alles für sie tun.
Und da war er wieder, der unglaubliche süße Nick Miller Moment, den er in jeder Folge der 3. Staffel hat. Es gibt immer diesen einen Satz, bei dem ich einfach nur einen riesigen AWWWWWWWWWWWWW-Effekt habe. Jess ist seine Old Lady und diese beiden sind einfach ein starkes Paar. Und auch wenn ihre Beziehung manchmal unerwachsen wirken mag, doch Nick nimmt diese Sache sehr ernst und das beweist er immer wieder. In der ersten Folge hat er Jess gesagt, dass er sie nicht verlieren will und deswegen tut er auch alles dafür. Er muss sich auch für sie nicht ändern, sondern einfach nur ein bisschen erwachsener werden und keine Boxen mehr haben, die ihn im schlimmsten Fall noch in den Knast bringen können.
Aber auch Jess geht auf Nick zu. Wie sie anfängt über die 8 Dollar Bearbeitungsgebühr zu schimpfen ist wirklich wunderbar.
Unglaublich süß ist auch, wie Nick Jess schließlich aus dem Laden trägt.

Auch wenn diese Folge nicht 100% überzeugen kann und sie einfach an einigen Stellen ihre Schwachstellen hat, ist sie immer noch gut. Sie zeigt bei Schmidt deutlich, dass er nicht aus seiner Haut kann und auch bei Nick und Jess, was es bedeutet, wenn diese beiden Menschen zusammen sind. Winston hat wie leider so oft nicht viel zu tun und Cece taucht mal wieder überhaupt nicht auf.

 

 

The Mentalist
Staffel 6, Episode 3

Auf diese Folge habe ich sicher schon fast so lange gewartet, wie ich die Serie an sich schaue. Das sind zwar noch keine 5 Jahre, sondern gerade einmal 1 1/2, doch wenn man wartet, dann dauert immer alles lange.

Der Gast einer Hochzeit wird am Vorabend der Trauung tot aufgefunden und das Team versucht heraus zu finden, wer der Mörder war. Patrick Jane will dabei Sheriff McAllister näher auf den Zahn fühlen, während Grace und Rigsby einen großen Schritt in ihrer Beziehung wagen.

Der Fall an sich ist einer der schwächsten der ganze Serie. Da er jedoch für die Folge auch kaum eine Rolle spielt, sondern hier wirklich reines Mittel für die Zwecke der Darsteller ist macht das auch nicht soviel aus.
Jane und Lisbon sorgen für die komischen Momente, indem sie McAllister immer wieder in Situationen bringen wollen, die ihn als kranken Serienmörder entlarven. Dabei wirkt er so unschuldig, dass das schon mal seine Chancen erhöht am Ende wirklich Red John zu sein. Dass er Jane das Leben rettet hilft auch nicht wirklich ihn von der Liste zu streichen. Wenn er wirklich Red John ist, dann wird er ihn wohl selber erledigen wollen und nicht durch einen Unfall vom Dach fallen lassen.
Letztendlich glaube ich jedoch, dass McAllister nicht Red John sein wird. Dafür schreien andere im Moment doch viel lauter.

Der eigentliche Mittelpunkt dieser Folge ist jedoch eines meiner absoluten Lieblingspärchen. Nachdem es nach ihrer Wiedervereinigung doch eher ruhig um die beiden geworden ist geht man hier doch richtig in die Vollen und will mir hier wohl richtig was gutes tun.
Ich habe mir ewig eine Szene gewünscht, in der Grace, Rigsby und sein kleiner Sohn Benjamin zusammen zu sehen sind und sie sich mit dem kleinen Beschäftigt. Die Folge fängt genau damit an und es ist eine wirklich schöne Szene, die auch ganz klar die Marschroute für die Folge gibt.
Auch wenn es mich etwas wundert, dass es Grace ist, die heiraten möchte, während Rigsby zögert, da sie, was das angeht doch eher umgekehrt wirkten, passt es am Ende doch ganz gut. Grace hat sich für Rigsby entschieden und will endlich ihr Leben mit dem Mann verbringen, den sie schon seit Jahren liebt.
Der Antrag auf der Hochzeitsfeier ist wirklich sehr süß. Rigsby erzählt davon, wie er dachte, er hätte Grace verloren und wie glücklich er ist, dass er sie wieder hat.
Auch die Reaktion von Lisbon war wirklich schön.
Dass die beiden dann auch vom Fleck weg heiraten mag auf den ersten Blick schnell wirken, doch die beiden wissen was sie wollen und wissen einfach nur zu gut, wie schnell alles vorbei sein kann. Gerade jetzt, wo sie Red John so nah sind, wer weiß, was morgen ist. Sehr schön ist die Wahl der Trauzeugen mit Cho und Lisbon. Während der doch sehr privaten Zeremonie wird auch wieder deutlich, wie sehr sich Rigsby und Grace lieben und wie froh beide sind, dass sie endlich diesen Schritt gehen. Wer hätte in den ersten beiden Staffel gedacht, wie sehr Grace sich ihm gegenüber und ihrer Beziehung öffnen kann. Sie hat sich einfach verändert und weiß endlich, was sie will im Leben.
Schade ist nur, dass Patrick Jane eher Zaungast ist.

Ich habe irgendwie nur 2 Dinge, die mich so ein bisschen stören.
Dass es jetzt nicht mehr gegen CBI Regeln ist, dass Kollegen etwas miteinander haben wirkte dann doch etwas zu aufgesetzt. Klar war es notwendig, aber das hätte man vielleicht schon in einer anderen Folge machen sollen.
Und dass Grace in dem Kleid heiratet, dass sie schon bei Craig tragen wollte. Auch wenn es an sich gut begründet wurde, aber trotzdem. Ist irgendwie oll.

Aber nichts desto trotz habe ich am Ende der Folge wohl mindestens genauso gegrinst, wie Cho.

 



18.10.13 09:52, kommentieren

Bad Bedtime Storys

Ohne viele Worte, ab geht er, der Peter. Und den Anfang macht wie immer *Trommelwirbel*



New Girl
Staffel 3, Episode 4

Es war mal wieder ein Fest, soviel vorne weg. Im Prinzip könnte ich ein komplettes Review alleine mit wundervollen Nick Miller Momenten schreiben, doch wäre es fast schon zu kurz gefasst.
Nick und Jess sind jetzt einen Monat zusammen und verbringen nach wie vor viel Zeit im Bett. Nick ist einfach Nick und vermeidet es groß mit Jess über seine Gefühle und Wünsche zu reden, was Schmidt unter anderem dazu nutzt seinen Plan in die Tat umzusetzen die beiden auseinander zu bringen. Winston stört das alles weniger, hat er doch ganz andere Sorgen. Kater Ferguson braucht eine Frau, um ein richtiger Katzenmann zu werden.
Ich habe eigentlich nur einen großen Kritikpunkt an der Folge. Jess weiß, dass Schmidt sie und Nick auseinander bringen will und die Stimmung zwischen ihnen ist im Moment nicht die allerbeste und trotzdem glaubt sie Schmidt den Quatsch, den er über Nick und seine sexuellen Wünsche erzählt. Natürlich ist sie immer etwas naiv, doch aber bitte nicht SO naiv. Zumal sie Nick inzwischen doch besser kennen müsste und eben auch, was ihm im Bett gefällt. Doch das mag vielleicht meckern auf hohem Niveau sein.

In der letzten Woche hat Winston zwar etwas nachgelassen, doch in dieser Folge ist er wieder voll da. Wie fixiert er auf seinen Kater ist und dabei gar nicht merkt, dass eine Frau ihn anziehend findet ist wirklich lustig. Klar ist das alles etwas over the top, aber so funktioniert der Charakter einfach. Und zum ersten Mal wird das auch wirklich gut umgesetzt. Schade ist es, dass es so wenig geschafft wird das so einzubinden, dass er nicht an den Rand gedrängt wirkt. Zwar waren die Szenen mit Jess und Nick und auch das Loftmeeting nette und lustige Szene, doch laufen hier im Moment eher 2 parallele Storylines. Dabei ist die Serie eben immer dann besonders stark, wenn alle 5 Hauptcharaktere zusammen sind.

Nach dem Drama mit Schmidt in der letzten Folge ist Cece heute mal wieder Edelkomparse mit Hauptcastansprüche. Ihre Screentime beläuft sind auf wenige Sekunden. Und die schaffen es tatsächlich, dass ich ein ganz klein wenig Mitleid mit Schmidt empfinden kann, nachdem er mich über 20 Minuten nur genervt hat. Anstatt sich damit auseinander zu setzen, was er getan hat versucht er mit aller Macht seinen geliebten besten freund und Jess auseinander zu bringen, weil die beiden ihn daran erinnern, was er nicht mehr hat - eine glückliche Beziehung. Und das ist es, was mich so tierisch nervt. Er ist einfach ein unglaublich schlechter Freund. Schmidt ist wie ein kleines Kind, wenn er seinen Willen nicht bekommt.
Mit dem Ende der Folge kann man nur hoffen, dass er kapiert hat, dass er an seinem Elend ganz alleine Schuld hat und er nicht weiter versuchen wird die Beziehung von Nick und Jess zu sabotieren.

"It's been a month and I'm not scared."

Mein Lieblingspaar hat in der Folge eine Knallerszene nach der anderen. Es fängt schon damit an, dass sie, zum Leidwesen ihrer Mitbewohner, quer durch das Loft pimpern und dabei nur glücklich und verliebt wirken.
Auch Jesss Versuche Nick sexuell in Stimmung zu bringen (da der nicht mehr kann, weil Schmidt ihn zu sehr verunsichert hat) sind unglaublich komisch und süß.
Unterbrochen wird es nur dadurch, dass Nick nicht in der Lage ist Jess von seinen Problemen und Ängsten zu erzählen und es deshalb zum Streit kommt. Interessant, dass Schmidts Versuch, die Schwachstellen der beiden zu nutzen, um sie auseinander zu bringen genau das Gegenteil bewirkt. Nick öffnet sich Jess gegenüber und die beiden vertragen sich wieder.
Die wirklich schönste Szene kommt am Ende. Jess erzählt Nick, dass der letzte Monat der schönste in ihrem Leben war. Er entgegnet, dass es ihm auch so geht und sein Leben durch sie viel schöner und besser geworden ist und er noch nie so für eine Frau empfunden hat, wie für sie.
Wenn die beiden endlich vom "I like you a lot!" zum "I love you!" kommen wäre ich für den Moment wunschlos glücklich. Aber dat ist ja eine Serie und um das Thema wird sich sicher noch eine komplette Folge drehen. Aber solange sie mir einmal quer um den Kopf grinsen bringt bin ich gerne bereit noch ein bisschen zu warten. So bis übermorgen, oder so.

Und weil es so schön war der schönste Moment der wunderschönen Folge.

"This last month has been the best month of my life." - "Me too. I've never felt this way or had this with anybody. It's like there is this fog around my life, and with you all of the sudden it's gone."

Mich hat die Folge wieder auf voller Linie überzeugt. Neben der Hauptstoryline freue ich mich sehr, dass Winston in der Staffel so richtig schön in Fahrt kommt. Auch wenn sie die Katzenwitze sicher nicht mehr so lange machen werden. Irgendwann läuft auch das sich tot.

 

 

The Mentalist
Staffel 6, Episode 2

Ich sollte eine Sache wirklich endlich und ein für alle male lernen:
Es ist ein Krimi. Es ist Mentalist. Es hängt ein Zettel mit dem Text "Das Essen ist im Ofen" am Kühlschrank. Es wird nach einer Person in einem total leeren Haus gesucht
=> Natürlich befindet sich ein Körperteil, vorzugsweise der Kopf, im Ofen und natürlich wird das auch gezeigt. Bärks die 35262.

Lisbon wird körperlich unverletzt gefunden und muss sich nun mit den Folgen auseinander setzen. Patrick Jane versucht herauszufinden, wie Red John an seine Kindheitserinnerung gekommen ist, während das Team den Mord an einem Drohnenentwickler aufklären muss.

Der Fall der Woche ist im großen und ganzen wirklich nett. Das Opfer wirkt super sympathisch und bleibt es bis zum Ende. Aus ihm wird nicht, wie es doch öfter der Fall ist, am Ende noch eine Art Monster. Die Auflösung ist überraschend und passt einfach zur ganzen Geschichte.

Die Suche von Patrick Jane nach seiner ehemaligen Psychologin war eine schöne Idee im Serienkontext und erklärt das Mysterium, wie Red John an die Kindheitserinnerung gekommen ist doch wirklich gut. Nur leider wirkt alles weitere etwas zu konstruiert. Natürlich ist Sophie Miller tot und natürlich hat sie in ihrem Schreibtisch ein Diktiergerät, in dem es um eine Sitzung mit Red John geht, welches Patrick Jane auch findet. Ach ne, dat muss doch besser und anders gehen. Fand ich dann am Ende nicht gut.

Lisbons Traum war echt creepy und die Masse der vermeintlichen Red Johns in der Folge irgendwie witzig. Wie Grace völlig verwirrt ihrer Chefin erzählt, dass gerade 3 von der Liste im CBI-Gebäude sind war nicht ohne komik. Generell ist es interessant, wie sich das Team den Leuten gegenüber verhält. Schade ist hier eben auch, dass manches sehr gewollt wirkt. Aber na gut, muss man hier wohl im Moment mit Leben.
Und entweder Bertram ist Red John und ein wirklich guter Schauspieler, oder man kann nach seiner Reaktion auf den Tod von Partridge wirklich ausschließen, dass er Red John ist. Zumal das auch doof wäre. Dazu hatte der CBI-Chef einfach zu viele doch sympatische Szenen im Verlauf der Serie.

Schön waren die kleinen Momente um Rigsby, Van Pelt und Cho. Erst das Gespräch der beiden Männer, wer Red John sein könnte und Rigsbys Freude, dass er mit Cho einer Meinung ist. Diesen Tag wird er sicher rot im Kalender ankreuzen.
Und es sind wirklich nur kleine Dinge im Moment, aber trotzdem freue ich mich über alles, was Grace und Wayne angeht. Doch scheint es nach wie vor so zu sein, dass sie ihre Beziehung nicht öffentlich gemacht haben. Das wird sich aber ab der nächsten Folge wohl nicht mehr verheimlichen lassen.

Es war wieder eine gute Folge und ich mag Lisbons Umgang mit ihrem Wissen, aber auch ihre Angst, die es in ihr auslöst sehr gerne. Man merkt, dass gemeint war, als vor der Staffel gesagt wurde, dass die Serie einen anderen Schwung bekommen hat. Den merkt man doch sehr gut. Ob er mir grundsätzlich gefällt weiß ich noch nicht. Bin ich doch eher ein Fan von Monster of the Week Folgen.









Once Upon a Time
Staffel 3, Episode 2

Die Serie macht es mir im Moment wirklich nicht einfach. Ich mag nach wie vor die Charaktere und auch die Grundgeschichte, aber irgendwas vom Zauber des Anfangs ist einfach weg. Woran das liegt kann ich nicht mal wirklich sagen, aber das Universum ist einfach so riesig geworden, dass manches einfach zu gewollt und aufgesetzt wirkt.
Wirklich sauer bin ich über die Entwicklung von Snow. Ich mochte sie in der ersten Staffel unglaublich gerne, doch inzwischen fehlt ihr jegliches Feuer. Sie ist fast zum Hausmütterchen verkommen. Ich kann ihre Probleme verstehen, wenn es um Emma geht und ihre Hilflosigkeit, dass die eigene Tochter genauso alt ist, wie man selber und einen auch nicht als Mutter wahrnimmt, doch dachte ich, dass dieses Thema nicht so mit dem Holzhammer aufgearbeitet wird und es auch am Anfang der letzten Staffel schon als soweit erledigt betrachtet.

Der Inhalt der Folge ist schnell erzählt. Die Gruppe und Rumple suchen weiter nach Henry und müssen sich dabei mit ihrer Vergangenheit auseinander setzen. Dies gilt besonders für Emma und Rumple, die mit ihren Kindheitstraumata konfrontiert werden.
Das Thema Eltern und Kinder ist ein zentrales in der Serie und das ist ja auch nichts schlechtes, doch manchmal darf es einfach auch mal etwas weniger sein.
Dass Emma erst annehmen muss, dass sie eine Weise ist, um den Weg zu Henry zu finden wirkt auch im Kontext der Serie etwas falsch, hat sie sich doch schon immer so gesehen. Zwar hat sie ihre Eltern inzwischen gefunden, doch macht es das Gefühl in ihr drin doch auch nicht besser. Die Verweigerung der Tatsache mag jetzt sicher darin liegen, dass sie ihre Eltern nicht kränken will. Da macht es eine Snow auch nicht besser, die Emma völlig out of the blue bittet die Mum zu nennen.
Genauso nervig sind die ständigen Konflikte um den Weg, der gewählt wird um Henry zu finden. Wäre irgendwie großarig und weniger nervig, wenn sie lernen, dass das nur gemeinsam was werden kann.
Ich mag es ja kaum sagen, aber da ist mir in dem Kindergarten fast Regina am liebsten, die zwar nicht viel sagen darf, aber wenn ist ein schöner bissiger Kommentar von der Seitenlinie.
Das beste an der Folge ist sicherlich, dass Henry gar nicht zu sehen war. Mehr davon, bitte.
Die Storyline um Rumple macht auch noch lange keinen Spaß. Die Szene, als er sich seinen Schatten abgeschnitten hat und dieser seinen Dolch verstecken soll war zwar nett, aber ich brauche ganz ehrlich keine weitere Figur, die sich mit ungelösten Elternkonflikten rumschlagen muss.

Ich glaube, das beste an der Staffel ist im Moment die Grundidee aus Peter Pan einen skrupellosen Jungen zu machen, der mit den Figuren spielt. Der wird von dem Briten Robbie Kay auch wirklich großartig gespielt. Dazu finde ich es auch wunderbar, dass Hook eben nicht im Umkehrschluss der Gute wird, sondern sein Charakter einfach ambivalent ist, der in der Staffel wirklich besser zu werden scheint.

Ich hoffe alles in allem, dass die Serie es einfach schafft wieder mehr in Fahrt zu kommen. Sie ist nach wie vor tolle Unterhaltung, aber ich würde mir einfach wieder mehr von dem Märchenhaften wünschen, dass die Serie in der ersten Staffel ausgemacht hat. Auch die Geschichte in der Märchenwelt der Vergangenheit wirkte einfach nur noch reingequetscht und für den Kontext der Folge auch nicht wirklich von belang.
Und was der arme Charming wohl hat, mit seinem dollen Kratzer an den Rippen? Es wird auf jeden Fall nicht harmlos sein. Nicht dass am Ende eine Entscheidung getroffen werden soll. Zurück, weil er sonst stirbt oder Henry retten. Also ich wüsste, was ich wählen würde.

1 Kommentar 10.10.13 22:17, kommentieren

3-2-1- Alles wieder meins

Seit dem Wochenende haben laufen nun auch die neuen Staffeln The Mentalist und Once upon a Time und nun kann ich meine Reviews im Dreierpack abgeben.
Und ohne lang rumzupalabern geht es jetzt auch los.



New Girl
Staffel 3, Episode 3

Jess lädt Cece und Schmidt zu einem Doppeldate ein. Leider erzählt Schmidt kurz vorher Nick davon, dass er auch nach wie vor mit Elizabeth zusammen ist und der Abend endet mit gebrochenen Herzen und einer Drohung, die sicher noch für viel Ärger sorgen wird.
Winston muss in der Zwischenzeit einen Tisch frei halten.
Letztere Storyline ist auch der größte Schwachpunkt, wenn man das Little Brain von Schmidt mal außer acht lässt, der Folge. In den letzten beiden Folgen wirkte sein Wahnsinn noch wirklich charmant und unterhaltsam, doch hier schafft er es leider nicht wirklich auch alleine zu überzeugen. Zwar sorgte er für Lacher, aber seine Storyline war auch einfach zu banal und gewollt, um ihn irgendwie in die Geschichte zu verwickeln.

In der Folge kommen mal wieder alle schlechten Eigenschaften von Schmidt zu tragen. Sein Egoismus und seine Blödheit sorgen dafür, dass er am Ende ohne eine der beiden Frauen dasteht und wenn er nicht schnell umlenkt wohl auch ohne 2 seiner besten Freunde.
Zum einen zeugt es von nicht besonders großer Intelligenz gerade Nick davon zu erzählen, dass er Cece auch noch mit Elizabeth betrügt. Dieser hatte es in der ersten Staffel nicht mal 3 Sekunden vor Jess geheim halten können, dass Schmidt und Cece etwas miteinander haben. Inzwischen sind Jess und Nick ein Paar und so wird er noch weniger lügen.
Arschlochaktion Nummer 2 folgte, als er Cece erzählt, dass Nick Jess betrügen würde. Anstatt endlich selber reinen Tisch zu machen lässt er seinen Freund in einem schlechten Licht dastehen.
Wie wenig er schließlich einsieht, dass alles was passiert ist sein Fehler war wird am Ende sehr deutlich. Er verliert auch Elizabeth und macht am Ende Jess und Nick dafür verantwortlich und droht ihnen, dass er ihre Beziehung zerstören wird, weil sie an allem Schuld sind.
Schmidt merkt gar nicht, dass alles, was passiert ist sein Fehler war. Ich war nie ein großer Fan des Charakters, aber mit dieser Nummer wird es auch nie dazu kommen. Das Glück seiner Freunde zerstören zu wollen, weil man selber einfach nur unreif in Beziehungsdingen ist zeigt nur mal wieder, dass er einfach nur ein Arsch ist.
Wirklich leid tun mr hier Cece und Elizabeth. Wie Cece im Restaurant stand und weinte war wirklich traurig und in solchen Momenten mag ich sie auch wirklich.
Außerdem ist es sehr schade, dass Elizabeth damit wohl Seriengeschichte ist. Für mich war sie eh der bessere Partner für Schmidt. Aber am Ende kann man den beiden Frauen nur wünschen jemand besseren zu finden, als diesen Kasper.

Und wieder ist es Nick, der komplett zu überzeugen weiß. Hin und her gerissen zwischen seiner Freundschaft zu Schmidt und seiner Beziehung zu Jess versucht er das Beste zu tun. Und auch wenn er Schmidt glaubt, dass dieser niemanden verletzen wollte, entscheidet er sich am Ende doch für die Frau, die er liebt.

"There is nothing I know more than the fact that I want to be with you, Jess."

Nick is wirklich komplett all in und das merkt man in jeder Szene, die die beiden miteinander haben. In der letzten Folge, als Schmidt ihm noch Tipps geben wollte, wie man eine Frau in einer Beziehung behandeln soll, meinte er, dass er Jess beschützen wird, da sie jetzt seine old Lady ist. Und genau das tut er hier. Sei es, dass er seinen Finger in den Zigarettenanzünder steckt, damit beide den gleichen Schmerz fühlen oder er Cece das Herz brechen würde, damit Jess es nicht tun muss.
Zudem hat er auch keine wirkliche Angst vor Schmidts Drohung, da er weiß, wie stark seine Beziehung zu Jess ist.

Wie ich schon in meiner Review zur ersten Folge der Staffel gesagt habe, die Proleme fangen gerade erst an und das wird hier sehr deutlich. Zwar glaube ich keine Sekunde, dass Schmidt es wirklich schaffen wird, werden die nächsten Folgen sicher intressant werden.
Leider kann die Folge nicht komplett so überzeugen, wie die beiden davor.






The Mentalist
Staffel 6, Episode 1

Die Liste ist raus und damit sind die Spiele eröffnet.
Während das Team den Mord an einem reichen Geschäftsmann untersucht, der schon 2 Jahre zurück liegt kämpft Lisbon mit sich, ob sie das Wissen um die Liste für sich behalten soll. Womit wohl weder sie, noch Jane rechnen ist die Tatsache, dass die Liste sich schnell verkleinert.

Nachdem im Finale der 5. Staffel die Liste der 7 Verdächtigen veröffentlicht wurde setzt die Folge genau da an. Lisbon muss Jane das Versprechen geben niemanden etwas davon zu verraten, da jeder in Gefahrt ist, der davon weiß.
Problematisch finde ich, dass er versucht ihr ihr Vorgehen zu diktieren. Weshalb es auch auch nur vernünftig ist, dass sie zumindest Grace einweiht, um die 7 überwachen zu lassen. Dass am Ende alle von der Liste wissen ist sicher für den weiteren Verlauf das beste und legt den Grundstein für eine Staffel, die spannend werden wird.
Besonders interessant ist hier wohl der Fakt, dass der Fanfavorit für Red John als erstes eliminiert wird. Brett Partridge war wohl der perfekte Kandidat und steht nun nicht mehr zur Verfügung. Oder er hat seinen Tod inszeniert und ist es am End doch? Nein, wohl eher nicht. Einer weniger und es wird nicht weniger spannend.
Richtig creepy wird es am Ende, als auch noch Lisbon Opfer von Red John zu werden scheint. Wie er ihr Gesicht bemalt und sie wie tot am Boden liegt ist schon gruselig. Dass sie nicht tot ist dürfte klar sein. Wie schlimm es aber am Ende ist wird wohl die nächste Folge zeigen. Was in Janes Kopf vorging, als anstatt Lisbon Red John an ihrem Telefon war lässt sich nur vermuten. Wird aber wohl in Richtung "Scheiße" und "Verdammt" gehen.

Der Fall der Woche wirkt im ganzen Kontext der Red John Geschichte eher nebensächlich, aber immer noch Teil der Folge, ohne aufgesetzt zu wirken. Aber so sind die Fälle in den Red John-Folgen eh immer. Die Auflösung war aber am Ende einfach zu beiläufig, als ob Jane den Fall schon gelöst hatte, als er das Schild sah.

Mein Lieblingspaar bekommt auch seine kleinen Momente, die wirklich nett waren, wenn man auf die Kleinigkeiten achtet. Bei Grace hört es sich so an, als würden sie quasi zusammen leben und ihre Angst, dass er ihr Untreue vorwirft (pfui Wayne) und sie ihm deshalb von der Liste erzählt zeigt auch klar ihre Prioritäten. Der Job steht nicht mehr über ihrer Beziehung.

Die Folge setzt klar den Startpunkt für die kommende Staffel und dient als guter Prolog für die neuen Umstände, mit denen es das Team nun zu tun hat.


 

 


Once upon a Time
Staffel 3, Episode 1

Die Charmings und ihre größten Widersache sind auf dem Weg nach Neverland, wo alles anders und gefährlicher ist, als woanders. Wie wenig das Ganze wohl auf Dauer funktionieren wird schnell klar und am Ende ist es nur die Sorge um Henry, die zumindest 5 der 6 zusammen halten lässt. Rumple setzt sich schon zu Anfang ab und versucht sein Glück alleine.
Henrys Entführer erkennen schnell, dass sie reingelegt worden sind bezahlen ihren Fehler mit dem Leben. Während dessen versucht Henry Peter Pan zu entkommen und erscheint am Ende genauso doof, wie seine Kidnapper.
Außerdem versucht Neal mit Hilfe von Mulan, Aurora und Prinz Philip Kontakt zu Emma oder Henry aufzunehmen, da er im Verwunschenen Wald gefangen ist.

Dass die Kombination Charming, Snow, Emma, Regina, Rumple und Hook für viel Spannung (sowohl im Team, als auch von der Story her) war natürlich klar und so braucht es auch etwas, bis ich
verstanden habe, dass der plötzliche Gewaltausbruch eher mit der Meerjungfrau zu tun hat, als mit den wirklichen Spannungen.
Unterstützt wird die Stimmung an Board der Jolly Rogers noch durch den Sturm, der über dem Meer tobt.
Doch ist es am Ende nervig, wenn die Gutmenschen mit den Bösen um die Richtige Methode streiten, wie man mit gemeinsamen Gegnern umzugehen hat. Dass nicht immer der eine Weg der Richtige ist sollten doch alle Beteiligten inzwischen gelernt haben und so kann man für den weiteren verlauf nur hoffen, dass Emmas Ansprache etwas bringt und sich die restlichen 5 nicht ständig darum steiten, wer den nun den besseren Weg kennt.
Etwas deplaziert fand ich Emmas Vorwurf an ihre Eltern, dass sie Schuld an der Sache sind. Natürlich geht einem das "Alles wird gut" Getue mit Dauer auf den Keks, weil auch die beiden es inzwischen besser wissen müssten, aber Henrys Entführung und den vermeindlichen Tod kann man wohl schwer Snow und Charming anlasten.

Dass sich Rumple alleine auf den Weg macht ist wohl der beste Weg, um die Gruppe etwas zu entzerren und da sich die "Bösen" untereinander auch nicht grün sind. Dadurch werden die Spannungen nicht ins unermessliche getrieben und das Ganze wirkt weniger aussichtslos.
Um ihn herum wird ein neues Geheimnis aufgebaut und man darf gespannt sein, ob nicht Rumple selber am Ende ein verlorener Junge oder sowas in die Richtung gewesen ist. Doch erscheint es auch etwas übertrieben, dass er überall Feinde zu haben scheint.

Dass Henry mit seiner Naivität Peter Pan in die Falle gelaufen ist lässt mich nur jubeln. Ich weiß, es ist ein Kind denen soll man nichts böses Wünschen. Aber dieses Kind ist einfach nur nie Pest und auch wenn er das Herz hat, das am meisten glaubt, macht es ihn nicht weniger nervig. Eher im Gegenteil. Er kennt sich in Neverland überhaupt nicht aus und weiß gar nicht, was überhaupt vor sich geht, aber den anderen alles erklären und belehren wollen. Hoffentlich wird er endlich mal richtig auf die Schnauze fliegen.

Wer mir in dieser Folge überraschend gut gefallen hat war Hook. Wenn er mal nicht geschlagen wird, sondern wirklich handeln und mit den anderen agieren darf wirkt er doch ganz gut. Bitte mehr davon.
Ein weiterer nerviger Punkt war die Aktion von Emma ins Wasser zu springen und dabei natürlich fast drauf zu gehen. Soviel Dramatik hätte es dann wirklich nicht gebraucht.

Leider ging die Geschichte in verwunschenen Wald fast komplett unter und hier hoffe ich echt, dass diese Geschichte zu was führen wird und am Ende gut mit der anderen zusammen gefügt wird. Schön ist es aber, dass es ein Wiedersehen mit Mulan, Aurora, Prinz Philip und Robin Hood gab. So komplett ohne die ganzen tollen Märchencharaktere würde es einfach weniger Spaß machen. Auch wenn mir persönlich die Stadt schon fehlt.

So alles in allem war es ein netter Auftakt, aber eben auch nicht mehr. An die neuen Gegebenheiten muss man sich erst mal gewöhnen und ich hoffe, dass man es gut machen wird. Die Voraussetzungen für eine gute Staffel sind gegeben und wen es nach mir geht darf man ruhig ohne Henry wieder gehen. Das wird wohl immer mein größter Kritikpunkt sein. Eigentlich sollten alle froh sein, dass er weg ist.

3.10.13 13:25, kommentieren

Es wird haarig...



New Girl
Staffel 3, Episode 2

Nachdem die Gang letzte Woche einen Ausflug nach Mexico gemacht hat geht es jetzt wieder im Loft weiter und der Alltag, zumindest soweit er in diesem Irrenhaus möglich ist, hat wieder Einzug gehalten.
Während Schmidt immer noch mit seinen beiden Frauen jonglieren muss kümmert sich Winston um Daisys Katze. Jess hat ihren neuen Job angetreten und versucht dort Freunde zu finden, wozu sie Nicks Hilfe braucht.

Schmidt hat sich immer noch nicht zwischen Elizabeth und Cece entscheiden können und spielt nach wie vor den beiden, dass sie die jeweils einzige ist. Während im Loft anscheinend alle davon ausgehen, dass er sich für Cece entschieden hat scheinen auf seiner Arbeit alle zu wissen, dass er zweigleisig fährt. Seine Bemühungen beiden Frauen gerecht zu werden wirkt in seiner Verzweiflung schon ganz knuffig. Durch eine kleine Intrige seiner Kollegin tauchen plötzlich beide Frauen auf einer Bürofeier auf. Dass er nicht auffliegt hat er dem Zufall und seinen beiden Geschichten zu verdanken, die gut aufeinander abgestimmt wurden. Die Erkenntnis am Ende der Folge, dass auch beide Frauen ihn lieben hilft ihm dann auch nicht wirklich weiter.
Was an dieser Storyline wirklich schade ist, ist dass Schmidt am Ende auf jeden Fall Elizabeth verlieren wird, die für mich viel besser zu ihm passt, da er bei ihr einfach viel sympathischer wirkt.

Nachdem Winston, der hier seltsame Haare hat, letzte Woche doch viel Boden gut machen konnte schwanke ich in der Folge son bisschen zwischen "Lasst ihn einweisen!" und "Bitte mehr davon!".
Aus Rache an Daisy, weil die eben keine feste Beziehung mit ihm haben zu wollen scheint, will er ihre Katze töten. Das ist einfach nur saukomisch. Natürlich entdeckt er am Ende sein Herz für das hässliche Tier und so hat das Loft einen neuen Mitbewohner.
Und der sorgt für eine der seltsamsten Szenen überhaupt in der Serie. Schmidt liegt auf dem Sofa und schläft, während die Katze seine Nippel leckt. Das finden nicht nur seine 3 Mitbewohner sehr seltsam.
Schade hier ist leider, dass man Schmidts Katzenphobie völlig vergessen haben zu scheint.
Auch schade, wie man sich Daisy entledigt. Bisher mochte ich sie immer ganz gerne, doch hier wird sie irgendwie unsympathisch geschrieben, so dass ihr Verlust dann auch nicht schlimm ist. Mich hätte es allerdingt gefreut Winston noch mal in einer Beziehung zu sehen.

Bei Jess und Nick scheint man im Moment einfach nicht viel falsch machen zu können. Die beiden sind zwar noch immer in der Phase, in der sie ihre Beziehung definieren, aber dat sorgt für einfach wirklich tolle Momente und quer um den Kopp grinsen.
Nick will seiner old Lady dabei helfen an ihrer neuen Schule Freunde zu finden. Was hier wie Highschool klingt wird auch so aufgebaut. Die coolen Lehrer wollen nichts mit dem Nerd Jess zu tun haben. Dank Nick und einer Nacht Freigetränke in der Bar wird sie schließlich in die Clique aufgenommen und bringt sich damit in Schwierigkeiten, aus denen Nick sie rettet.
Das erstaunlichste an der Folge ist wohl, dass Nick, dessen Brusthaar sehr präsent ist, hier als der Vernünftigste erscheint. Er versucht Winston davon abzuhalten die Katze zu töten und Jess bei ihrem Chef einzubrechen. Aber auch in der Rolle macht er sich wirklich gut und wie er versucht seiner Freundin zu helfen ist einfach nur knuffig.
Genau wie die beiden Kosenamen, die Nick für sich und Jess ausgesucht hat. So ist er ihr old man und sie seine old Lady. Ich hoffe wirklich, dass sie diese Namen beibehalten, weil sie so gut zu den beiden passen.
Auch so gibt es wieder viele wirklich schöne Momente mit den beiden, mit dem Höhepunkt, dass Nick vor der Schule auf Jess wartet und ihr versichert, dass sie ihm auch schon früher in der Schule aufgefallen wäre, auch wenn sie ein Nerd war/ist, da sie dies zuvor bezweifelt hat.

Es ist ja immer die Frage, wie eine Serie sich entwickelt, wenn das Hauptpaar sind doch endlich gekriegt hat da es danach auch schwer bergab gehen kann, doch hier klappt es nach wie vor noch richtig gut. Gott sei Dank hat man darauf verzichtet aus den beiden jetzt ein Paar zu machen, dass sich nur noch lieb hat. Die beiden streiten nach wie vor und auch das macht immer noch Spaß. Sicher ist es erst die 2. Folge der Staffel, aber ich habe ein ganz gutes Gefühl.
Auch die Entwicklung von Winston gefällt mir nach wie vor sehr gut. Wie er Daisy die Tür vor der Nase zugeknallt hat und ihr erklärte, dass sowohl er, als auch die Katze was besseres verdienen war wirklich ein toller Moment für den Charakter.
Einzig Schmidt fällt für mich ein bisschen ab, was aber einfach auch daran liegt, dass die Story an sich keine große Spannung bietet. Wie auch schon bei Jess und Nick ist es doch logisch, dass auch er am Ende mit Cece zusammen sein wird.
Aber ich gebe der Folge trotzdem wieder volle Punktzahl, weil das Gesamtbild sehr stimmig ist.


26.9.13 11:47, kommentieren

Wenn zweie eine Reise tun...

 

New Girl
Staffel 3, Episode 1

Die verrückte WG ist zurück und ich bin "all in". Gut, das bin ich seit Juni, aber kann es nicht oft genug sagen.
Jess und Nick sind nach ihrem Entschluss zusammen sein zu wollen auf der Flucht vor dem Alltag und ihren Mitbewohnern, während Winston versucht ein Puzzle zu lösen und Schmidt, ob nun Cece oder Elizabeth besser zu ihm passt, oder eben doch vielleicht beide.
Bevor ich anfange in jedem 2. Satz "Awww" zu schreiben erst mal zu Dumm und Dümmer.
Schmidts Unfähigkeit sich zwischen den beiden Frauen zu entscheiden mag ja vielleicht ganz nett wirken und wie er am Ende verzweifelt versucht seine Termine so zu regeln, dass keine von beiden mitbekommt, dass er sich noch lange nicht entschieden hat, ist auch wirklich lustig, aber da er den Rest der Folge über schon wieder einfach ein Egoist ist, kann ich mein Bild vom nervigsten der 5 einfach nicht ändern. Auch nicht durch die anfangs schöne Szene, in der er verzweifelt versucht Nick zu erreichen. Doch das artet dann schon wieder in Penetranz aus. Und als er auch noch Winston in seine Lügengeschichten hineinzieht und diesen als Perversen dastehen lässt ist einfach nur mal wieder der Beweis, dass bei Schmidt ganz oben immer Schmidt stehen wird und der Rest der Freunde hat sich dahinter einzuordnen.
Ganz anders dagegen Winston. Seine Aktionen und sein Wahnsinn waren für mich bisher auch immer eher etwas nervig, weil es oft so over the Top gewesen ist, aber hier funktioniert es so wunderbar. Wie er einfach nur sein Puzzle lösen will und dabei immer wahnsinniger wird ist einfach nur saukomisch. Da hilft es auch nicht, dass Schmidt ihn in sein Liebesdrama mit hinein zieht und er dabei wirklich sehr schlecht wegkommt. Dass er Schmidt nicht verrät macht ihn zu einem guten Freund.
Das einzig wirklich unglaubwürdige hier ist die Tatsache, dass Winston am Ende Farbenblind sein soll. Ich wette, wenn ich alle 49 Folgen bisher gucke werde ich mindestens eine finden, die komplett dagegen spricht. Aber gut. Wenn sie das jetzt konsequent durchziehen und nicht wieder zur Mitte der Staffel vergessen haben soll es mit recht sein. 

Und dann sind da noch die 2 Turteltauben, die immer noch nicht ganz wissen, was das ist, was sie da haben, aber sich 2 Dingen ganz sicher sind, sie sind "all in" und sich richtig, richtig doll mögen.
Wobei ich bei jedem "I like you!" eher das Gefühl hatte, dass sie was ganz anderes meinten. Aber gut, noch zu früh.
Um sich erst einmal völlig auf ihre neue Beziehung konzentrieren zu können und nicht gleich vom Alltag des Zusammenlebens, oder ihren Mitbewohnern, erdrückt zu werden hauen die beiden nach Mexiko ab.
Hier macht die Serie vieles genau richtig. Was passiert, wenn 2 Menschen, die 2 Jahre lang die besten Freunde waren ein Paar werden?  Es ist nicht das einfache Happy End und alle sind glücklich, ne, hier fangen die Probleme erst richtig an. Wie gestaltet man ein Zusammenleben mit dem Partner, welche Rolle spielen die anderen Menschen um einen rum?
Nick realisiert ziemlich gut, dass ihre Beziehung im Loft wenig Chancen hat und will deshalb mit Jess nach Mexico ziehen. Es ist einfach nur awww, wie er alles für Jess tut und tun würde. Endlich hat er das, was er schon so lange wollte und nichts soll es ihm wieder nehmen. Er macht ganz klar, wer der wichtigste Mensch in seinem Leben ist. Eine Sache, mit der Schmidt sicher schwer leben kann.
Jess macht Nick klar, dass sie es trotz aller Widerstände (in Form von Winston und Schmidt) schaffen können, da sie an ihre Beziehung glaubt. Wie sehr beide zusammen sein wollen lässt mich wieder zu meiner Anfangsthese kommen, "I like you!" ist nicht das ganz richtige, was beide sagen wollten.
Die Folge ist voll mit vielen wirklich tollen Momenten, die mein Shipperherz einfach nur höhher schlagen lassen und mich einmal quer um den Kopp grinsen lassen.
Eigentlich alles, was Nick zu Jess sagt ist "awwww".
Sei es, dass er sie ihn nicht nerven wird und er schon so lange mit ihr zusammen sein will, dass sie die schönste Frau am Strand ist, er ihr immer wieder sagt, dass er einfach nur mit ihr zusammen sein will, oder:

"I'm not ready to lose you. I just got you, Jess. I'm not letting you go." 

Aber auch Jess zeigt deutlich, dass ihr Nick wichtiger ist, als alles andere. Sie fährt den ganzen Weg zurück ins Loft, nachdem Nick verhaftet wurde, und obwohl sie aussieht, als wäre sie eine Schiffbrüchige zieht sie sich nicht um, sondern fährt mit Dumm und Dümmer sofort wieder zurück nach Mexico, wo sie erstmal klar stellt und das sehr emotional, dass Nick ihre Bitch ist.
Wunderschön auch ihre Ansprache an Nick, dass man sich die Menschen nicht aussuchen kann, die man liebt und die einen lieben. Dass das Leben voller Zufälle ist und wie sehr sie sich darüber freut, dass sie sich damals dafür entschieden hat in das Loft zu ziehen, weil sie dadurch die 3 Clowns kennen gelernt hat und dabei Nick nur über das ganze Gesicht anstrahlt.
Und nebenbei ist Nick immer wieder einfach nur Nick. Ich liebe einfach das Spiel von Jake Johnson und hier war es mal wieder ein Fest.
Ich kann nur hoffen, dass die Autoren hier weiterhin alles richtig machen werden und die beiden nicht wieder trennen werden. Es war ein wirklich toller Staffelstart, bei dem alles gestimmt hat.
Meine Wertung:

19.9.13 11:43, kommentieren